Sophia seemann. olten. 2025

Normalerweise lässt Sophia ihre wunderschöne Stimme vor grossem Publikum auf einzigartigen Bühnen erklingen. Die Sopranistin ist mit einer einzigartigen, fast göttlichen Stimme gesegnet.

Ich bewundere dieses Talent enorm, da bei mir diese musikalischen Gene leider nicht mitgegeben wurden. Ich versuche mir vorzustellen, wie es sein muss, wenn man Töne von Instrumenten oder Stimmen als selbstverständlich wahrnimmt. Wenn einen der Rhythmus trägt und man, ohne es zu wollen, das Richtige tut, weil man es tief in sich spürt.

Vielleicht ist es bei mir beim Fotografieren ähnlich. Vielfach weiss ich nicht genau, warum ich gewisse Dinge durch die Kamera so sehe, wie ich sie sehe.

Es passiert automatisch, während dem ich auf der kreativen Welle reite.

In einer älteren, riesigen Industriehalle fotografierte ich Sophia ohne grosse Inszenierung. Wir gaben dem Shooting viel Freiraum für Ruhe und spontane Momente. Eine gewisse Melancholie war zu spüren – ein Zustand, der mir sehr entspricht.

Es war ein sonniger Sommertag. Ich kann nicht sagen, wie heiss es in dieser Halle war. Bei gefühlten 40 Grad Celsius – in einer Hand die schwere Nikon, in der anderen ein kleiner Makita-Laubbläser, auf Sophia gerichtet – fotografierten wir wunderschöne Aufnahmen.

Photographs by Dario Zimmerli
Words by Dario Zimmerli

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Catia Gubelmann

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Patrick Foletti